Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit

Ein Deutscher wird auf seinen Antrag aus der deutschen Staatsangehörigkeit entlassen, wenn er den Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit beantragt und ihm die zuständige Stelle die Verleihung zugesichert hat. Dabei muss gewährleistet sein, dass er nicht staatenlos wird.

Die Entlassung wird mit der Aushändigung der Entlassungsurkunde wirksam. Die Entlassung gilt als nicht erfolgt, wenn die zugesicherte Einbürgerung nicht innerhalb eines Jahres nach Aushändigung der Entlassungsurkunde erfolgt.

Für bestimmte Berufsgruppen (aktive Beamte, Richter, Soldaten u. a.) ist eine Entlassung nicht möglich. Für Wehrpflichtige und für Minderjährige gelten Sonderregelungen.

Benötigte Unterlagen

Den Entlassungsvordruck finden Sie unter Formulare. In der Regel sind neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular folgende Unterlagen erforderlich:
  • - Pass oder andere Urkunden zur Identitätsfeststellung und zum Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit,
  • - Unterlagen über Abstammung oder Personenstand: Geburts- oder Abstammungsurkunden und ggf. Heiratsurkunde.
  • - Verbindliche Nachweise über den zugesicherten Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit (z. B. Einbürgerungszusicherung ggf. mit beglaubigter deutscher Übersetzung).

Im Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich sein.

Rechtsgrundlagen

§§ 18 - 24 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)

Gebühren

Die Gebühr für die Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit beträgt 51 Euro.